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Problematische Texte

Auch bei problematischen Texten ist der Historiker verpflichtet, noch verfügbare Quellen heranzuziehen und diese an das Geschriebene anzulegen. Weiter müssen solche Texte anhand bekannter Fakten überprüft werden.


Oftmals erweisen sich ganze Passagen in Werken der genannten Art dann als schönfärberische Darstellungen oder als „Hofberichterstattung“.


In solchen Fällen ist es immer auch geboten, ergänzend Erzählerin / Erzähler oder „Hofchronist“ sowie möglicherweise verdeckte Auftraggeberinnen / Auftraggeber in den Blick zu nehmen und nach Motiven für die Verbreitung bzw. Förderung falscher „Wahrheiten“ zu fragen. Dies auch vor dem Hintergrund von Fakten, die gegen die Darstellung sprechen. 


In der eigenen Darstellung nimmt der Historiker dann die nötigen Korrekturen in der konkreten Geschichte vor. Er muss sich  dabei - und ebenso generell - jedoch davor hüten, mit dem erhobenen „pädagogischen Zeigefinger“ vorzugehen.